Ihr Arbeitslohn

Ist Ihr Arbeitslohn angemessen? Ihr Fachanwalt für Arbeitsrecht berät Sie gerne.

Genaugenommen sprechen wir jetzt von dem Arbeitsentgelt, das der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer aufgrund eines Arbeitsvertrages schuldet. Der Arbeitslohn ist der steuerrechtliche Begriff, der alle Einnahmen umfasst, die einem Arbeitnehmer aus einem Dienstverhältnis zufließen. Und umgangssprachlich findet man die Rede vom Lohn des Arbeiters und dem Gehalt eines Angestellten.

Regelmäßig bedingen sich die Arbeitsleistung des Arbeitnehmers und das Arbeitsentgelt gegenseitig. Das bedeutet, Sie erhalten Ihr Entgelt für die Arbeitsleistung, die Sie erbringen.

Arbeiten Sie nicht, haben Sie daher auch keinen Anspruch auf Ihren Lohn. Anders ist dies natürlich etwa dann, wenn Sie krank sind und aus diesem Grund Ihre Arbeit nicht ausführen können. In einem solchen Krankheitsfall steht Ihnen gesetzlich ein Anspruch auf Entgeltfortzahlung über einen Zeitraum von in der Regel sechs Wochen zu. Der Arbeitgeber ist hier weiterhin in der Pflicht, das Entgelt auszuzahlen. Die Entgeltfortzahlung bei vorübergehender Arbeitsunfähigkeit ist im Entgeltfortzahlungsgesetz geregelt.

Da der Arbeitsvertrag frei verhandelbar ist – es gilt der Grundsatz der Vertragsfreiheit – ist auch die Höhe des Arbeitslohnes zwischen den Parteien dieses Vertrages frei vereinbar, jedoch unter Berücksichtigung tarifvertraglicher Regelungen und dem am 1. Januar 2015 in Kraft getretenen Mindestlohngesetz.

In jedem Fall ist zu prüfen, ob die Bindung an einen Tarifvertrag besteht. Denn obwohl die Regelungen eines Tarifvertrages im Grundsatz nur für solche Arbeitnehmer gelten, die Mitglied der an dieser Vereinbarung beteiligten Gewerkschaft sind können diese Regelungen durch eine Allgemeinverbindlichkeitserklärung erweiterte Verbindlichkeit entfalten. Und dann auch Sie betreffen! Ebenso kann es auch sein, dass in einem Arbeitsvertrag geregelt ist, dieser oder jener Tarifvertrag solle gelten, auf ihn werde „Bezug“ genommen oder die Vergütung „lehnt sich an Tarifvertrag XY an“. Dann wird es für den Juristen spannend …

Denn eben diese tarifvertraglichen Regelungen sind dann auch auf andere Arbeitsverhältnisse der Branche anzuwenden. Auch wenn weder der Arbeitnehmer noch der Arbeitgeber einer Gewerkschaft bzw. dem maßgeblichen Arbeitgeberverband angehören.

Ist der Anspruch auf Arbeitslohn aus einem Tarifvertrag herzuleiten, stellt sich als nächstes die Frage, welche Lohnstufe in Betracht kommt. Diese Eingruppierung wird anhand von spezifischen Merkmalen durchgeführt, die der Arbeitnmehmer mit seiner Tätigkeit erfüllen muss. Kommt es im Rahmen einer solchen Eingruppierung in eine Lohngruppe zu Differenzen zwischen dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer, kann eine Eingruppierungsklage notwendig werden.

Leider kommt es nicht selten vor, dass im Kontext von Streitigkeiten um die Beendigung eines Arbeitsverhältnisses Lohnzahlungen eingestellt werden, um durch diese Belastung Einfluss auf den Arbeitnehmer zu nehmen. Sind Sie in einer solchen Situation und hat sich für Sie dadurch bereits ein erheblicher Lohnrückstand ergeben, so haben Sie die Möglichkeit, Ihre Arbeitsleistung ebenfalls einzustellen. Dies ist dann rechtens, denn der Arbeitgeber befindet sich Ihnen gegenüber mit der Entgeltzahlung in Verzug und Sie haben nun ein Zurückbehaltungsrecht an Ihrer Arbeitskraft. Hören Sie aber bitte nicht einfach auf zu arbeiten – das kann üble Folgen für Sie haben.

Natürlich wünsche ich Ihnen, dass es nicht soweit kommt. Doch im Fall der Fälle:

Wenden Sie sich in all diesen Belangen an meine Fachkanzlei für Arbeitsrecht. Kontaktieren Sie uns und profitieren Sie von sachkundiger Beratung.

Rechtsanwalt Jürgen Sauerborn

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