Was das Zeugnis über Sie aussagt

Ein Zeugnis muss der Wahrheit entsprechen, soll auf der anderen Seite aber auch von Wohlwollen getragen sein. Weil das so ist, hat sich ein „Arbeitszeugnis-Geheimcode“ entwickelt, der natürlich nicht wirklich „geheim“ ist, sondern sich vom Fachmann problemlos entschlüsseln lässt.

Formulierungen, die auf den ersten Blick unverfänglich erscheinen, müssen es nicht sein, sondern verraten nicht selten, was ein künftiger Arbeitgeber von dem Zeugnisempfänger zu halten hat. Aus diesem Grunde sollten Sie, wenn Sie ein Arbeitszeugnis erhalten, einen Fachanwalt für Arbeitsrecht einmal einen Blick auf das Papier werfen lassen.

Ich übernehme gerne im Rahmen einer ersten Beratung die Überprüfung, ob Ihr Zeugnis in Ordnung ist oder nicht. Dies biete ich zum Pauschalpreis von 75 Euro zzgl. MwSt (89,25 €) an.

Erweist sich das Zeugnis als fehlerhaft, dann können Sie – mit meiner Hilfe – vom Arbeitgeber Berichtigung verlangen und diesen Anspruch notfalls auch vor dem Arbeitsgericht durchsetzen. Weigert sich der Arbeitgeber, Ihnen überhaupt ein Zeugnis zu erteilen, dann kann Ihr Zeugnisanspruch natürlich auch ggf. gerichtlich durchgesetzt werden. Ich berate Sie gerne.

Damit Sie ein wenig Gespür dafür bekommen, was in Ihrem Zeugnis wirklich steht, habe ich ein paar typische Beispiele für Sie zusammengestellt. Beachten Sie aber bitte, dass die Tabelle nur einen ersten Anhaltspunkt bietet, aber keine Beratung ersetzen kann:

Formulierung in „Zeugnissprache“ …… und was es in Wirklichkeit bedeutet
– stets / immer zu unserer vollsten Zufriedenheit – in jeder Hinsicht volle Anerkennung – SpitzenleistungDiese Formulierungen stellen eine „sehr gute“ Bewertung dar. Das ist schon fast zu schön, um wahr zu sein … Gerade bei einem langjährig bestehenden Arbeitsverhältnis können mitunter Zweifel aufkommen, denn es ist eher unwahrscheinlich, dass es in all den Jahren keine Beanstandungen gegeben haben soll
– stets / immer zu unserer vollen Zufriedenheit – zu unserer vollsten Zufriedenheit – voll und ganz zufriedenDas entspricht der Note „gut“
– stets zu unserer Zufriedenheit – zu unserer vollen Zufriedenheit – stets zufriedenstellendDas entspricht der Note „befriedigend“
– zu unserer ZufriedenheitDas entspricht der Note „ausreichend“
– insgesamt zufriedenstellend – zum großen TeilDas entspricht der Note „mangelhaft“
– er/sie war stets bemüht oder – er/sie hat zu erledigen versuchtDas entspricht der Note „ungenügend“
– Er/sie war tüchtig und wusste sich gut zu verkaufenEin unangenehmer Mitarbeiter mit Mangel an Kooperationsfähigkeit
– Mit den Vorgesetzten ist er/sie gut zurechtgekommen.Ein Ja-Sager und Mitläufer
– Er verfügt über Fachwissen und hat ein gesundes SelbstvertrauenMangelndes Fachwissen wird mit Arroganz überspielt
– „Gesellige Art“, „Verbesserung des Betriebsklimas“Der Mitarbeiter hat ein Alkoholproblem
– „großer Eifer“Fleißig, aber erfolglos
– pflichtbewusst – ordnungsgemäßKeine Eigeninitiative
– umfangreiche Bildung, die den Mitarbeiter zu einer gesuchten Gesprächspartnerin machteDer Mitarbeiter führt lange Privatgespräche
– Fleiß, Ehrlichkeit und PünktlichkeitFachliche Qualifikation fehlt
– reges Interesse an der Arbeit gezeigtErfolglos
– Neuem gegenüber aufgeschlossen… aber nicht in der Lage, es zu verarbeiten
– Er stand stets voll hinter unsAlkoholiker („voll“) 🙂
Rechtsanwalt Jürgen Sauerborn

Rechtsanwalt Jürgen Sauerborn

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